Audite Fabulas

Hörbücher zum Nachdenken

Niels Klims unterirdische Reise – anno 1665

von Ludvig Holberg

11.03.2026 17 min

Zusammenfassung & Show Notes

Kapitel 8
Von der Akademie oder Hohen Schule

Besonders hörenswert:
Über den Schutz der Jugend vor schlechten Schriften und Büchern

Niels Klims unterirdische Reise
ist ein satirischer Roman von Ludvig Holberg aus dem 18. Jahrhundert.
Dieser Podcast versammelt das vollständige, ungekürzte Hörbuch in deutscher Sprache.
Kapitel für Kapitel entfaltet sich eine Reise durch fremde Ordnungen und vertraute menschliche Eigenheiten – ruhig gelesen, ohne Eile.

Musik:
EGLAIR – Alex-Productions
https://onsound.eu/
Musik bereitgestellt von free-stock-music.com
Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 (CC BY 3.0)
https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Transkript

8. KAPITEL Von der Akademie oder Hohen Schule Es sind in diesem Fürstentum drei Hohe Schulen oder Akademien zu finden; die erste in Potu, die andere in Keba und die dritte in Nahami. Die Studien, die dort getrieben werden, sind Geschichte, die Haushaltungskunst, die Mathematik und die Rechtsgelehrsamkeit. Was die Gottesgelahrtheit angeht, so ist sie so kurz abgefasst, dass sie ganz und gar auf zwei Seiten geschrieben werden könnte, weil sie nur diese Lehren in sich fasst, dass man Gott lieben und ehren solle, der alle Dinge erschaffen und regiert und der im andern Leben das Gute belohnen und das Böse bestrafen werde. Also ist die Theologie kein Studium, das auf Universitäten getrieben wird oder darüber gelesen werden kann, weil durch die Gesetze scharf verboten, dass niemand weder von dem Wesen Gottes noch von seinen Eigenschaften disputieren darf. Die Medizin wird hier ebenfalls nicht unter die akademischen Studien gerechnet, denn da die Bäume sehr mäßig leben, so wissen sie wenig von innerlichen Krankheiten. Von der Metaphysik und anderen subtilen Studien ist nicht die Rede, da ich oben schon darauf hingewiesen habe, dass diejenigen, die von dem göttlichen Wesen, von der Beschaffenheit der Engel und von der Natur der Seele disputieren, wenn sie vorher zur Ader gelassen worden, ins Lazarett oder Zuchthaus gebracht werden. Die akademischen Übungen bestehen aber in Folgendem: Die angehenden Studiosi werden in ihren Studentenjahren dahin angehalten, dass sie allerhand schwere und kuriose Fragen auflösen müssen. Diese werden ihnen zu gewissen bestimmten Zeiten aufgegeben, und demjenigen wird eine Belohnung versprochen, der das Rätsel am besten und richtigsten auflösen werde. Durch dieses Mittel kann man also am besten dahinter kommen, wie weit es ein jeder in der Gelehrsamkeit gebracht hat. Ja die Lehrer sehen daraus, wozu sich ein jeder am besten eigne und worin er vor andern einen Vorzug erlangen werde. Niemand legt sich mehr als eine Disziplin zu, denn wer sich auf vieles zugleich legte, verfällt in den Verdacht, dass er einen überhinrauschenden und flüchtigen Verstand besitze. Daher geschieht es denn, dass die Studien, weil sie in so engen Grenzen geschlossen sind, in kurzem absolviert werden können. Die Lehrer selber müssen jährlich eine Probe ihrer Gelehrsamkeit ablegen. Einem Moralisten wird eine schwere Frage zu erläutern gegeben, ein Historiker muss eine Geschichte oder ein gewisses Stück der Geschichte entwerfen, einer, der die Haushaltungskunst studiert und ein Mathematiker ist, gehalten, etwas Verborgenes zu entdecken und auf diese Weise die Wissenschaften durch eine neue Erfindung in besseres Licht zu setzen. Die Proben der Rechtsgelehrten aber bestehen in geschickten und wohlgesetzten Reden, denn diese sind es allein, die sich in der Rednerkunst zu üben angehalten werden, weil ihnen hauptsächlich dergleichen Übungen künftig nutzen und sie, Rechtsfragen zu führen, wozu die Beredsamkeit erfordert wird, beizeiten geschickt machen können. Als ich daher erzählte, dass bei uns alle akademischen Versuche in der Rednerkunst abgelegt würden, so missbilligten sie dies offenbar und sagten: »Wenn alle Handwerker zum Meisterstück einen geschickten Schuh machen sollten, so würden die meisten sehr schlecht und ungestalt aussehen, und die Schuster würden allein den Preis davontragen.« Außer den Hohen Schulen gibt es in jeder Stadt einige Seminarien oder Gymnasien, in denen eine sorgfältige Wahl unter den jungen Bäumen angestellt wird, damit man beizeiten sehen könne, was der Schauplatz sei, auf dem jeder auftreten soll oder zu welcher Art von Studien sich ein jeder am besten eignen werde. Als ich im Seminar zu Keba unterrichtet wurde, hatte ich vier vornehme Priestersöhne zu Mitschülern, die alle in der Kriegskunst unterrichtet wurden, hingegen vier andere Söhne eines Ratsherrn wurden in Künsten und Handwerken und zwei Jungfern im Schiffswesen unterwiesen. Denn man sieht nur auf die Gemütsart der Untergebenen und macht hinsichtlich des Geschlechts keinen Unterschied. Wenn denn der Verstand eines jedweden genau untersucht und geprüft worden, so wird einem jeglichen von den Lehrern im Seminar ein glaubwürdiges Testimonium gegeben, wie ich oben berichtet habe. Von diesen Zeugnissen glaubt man hier, dass sie vollkommen aufrichtig und ohne alle Parteilichkeit abgefasst seien, obwohl es mir ganz anders vorkam, weil ich das Testimonium, das mir aus dem Seminar zu Keba erteilt wurde, für höchst närrisch, ungereimt und ungerecht hielt. Es ist hier niemandem erlaubt, Bücher zu schreiben, ehe er das 30. Jahr vollendet hat und von den öffentlichen Lehrern für tüchtig und geeignet dazu erklärt worden ist. Daher treten hier zwar wenige, aber desto gelehrtere und wohl abgefasste Schriften ans Licht. Da ich also schon in meiner Minderjährigkeit fünf oder sechs Dissertationen verfertigt hatte, so entdeckte ich es lieber niemandem, damit ich nicht ausgelacht würde. Und dies mag genug von der Gemütsbeschaffenheit, dem Gottesdienst, Staatsverfassung und Gelehrsamkeit dieses Volks gesagt sein. Es sind aber noch einige andere merkwürdige Dinge übrig, die diesem Volk zu eigen sind und von denen ich nun erzählen will. Wenn ein Baum den andern zum Duell herausfordert, so wird demjenigen, der die Herausforderung getan, zeitlebens aller Gebrauch der Waffen verboten; und er muss überdies wie ein Kind unter jemandes Vormundschaft leben, weil er nicht Herr über seine Affekte ist. Und auch in diesem Stück ist es ganz anders als bei uns, wo dergleichen Herausforderungen als ein Zeichen eines heroischen Gemüts angesehen werden, zumal in unsern mitternächtigen Ländern, wo der Ursprung der Duelle zu suchen, weil das Herausfordern bei den Griechen, Römern und anderen alten Völkern gänzlich unbekannt gewesen ist. Im potuanischen Recht habe ich folgende unerhörte Dinge wahrgenommen. Die Namen der streitenden Parteien bleiben den Richtern verborgen, ja die Streitsachen werden nicht an den Orten, wo sie vorgefallen, entschieden, sondern sie werden in andere entlegene Provinzen verschickt, und dort wird darüber gesprochen. Die Ursache einer so wunderbaren Gewohnheit ist diese: Die Erfahrung lehrt, dass die Richter meist entweder durch Geschenke bestochen oder zur Parteilichkeit verleitet werden. Man meint also, dem Übel dadurch vorbeugen zu können, dass man die Namen der streitenden Parteien verschweigt, und also der Richter nicht weiß, wer der Kläger oder der Beklagte ist, ingleichen was etwa für Landgüter oder liegende Gründe es sind, über die gestritten wird. Es werden also nur die Gründe und Gegengründe der Parteien an ein anderes Gerichtskollegium verschickt, und zwar wohin es dem Fürsten beliebt. Ich wollte wünschen, dass diese Gewohnheit bei uns eingeführt worden wäre, da man mehr als zu oft erfährt, was Parteilichkeit und andere Verführungen in den Gemütern der Richter für Eindruck gemacht haben. Die Gerechtigkeit wird ohne Ansehen der Person ausgeübt, doch dürfen die Fürsten nicht vor Gericht gefordert werden. Sobald sie aber gestorben sind, werden sie von einem ordentlichen Advokaten der Republik angeklagt. Es wird sodann großer Rat darüber gehalten und die Taten des verstorbenen Fürsten untersucht, auch endlich ein Urteil darüber gefällt, das nach der Beschaffenheit der Verdienste des Verstorbenen durch ein gewisses Wort von denen anderer unterschieden wird. Es sind aber dergleichen Worte etwa möglich: löblich, nicht unlöblich, wohl, nicht übel, leidlich, mäßig. Diese Worte werden durch einen Herold öffentlich vor allem Volk ausgerufen und später auf den Leichenstein oder das Grabmahl des verstorbenen Fürsten gesetzt. Für diese Gewohnheit geben die Potuaner folgende Ursache an: Einen Fürsten könne man zu seinen Lebzeiten ohne Bewegung und Unruhe nicht vor Gericht fordern, denn solange er lebte, sei man ihm blinden Gehorsam und beständige Verehrung schuldig, wodurch das Gemeinwesen am besten aufrecht erhalten werden könne. Wenn aber der Fürst stürbe, hörte diese Verbindlichkeit gegen ihn auf, mit der die Untertanen ihm verbunden waren, und folglich könnten sie nun, da sie wieder frei würden, ihn rechtlich belangen. Durch diese heilsame, obzwar sehr ungereimt scheinende Verordnung wird die Sicherheit des Fürsten erhalten, seinem Ansehen und Majestät nichts genommen und doch dem Wohlstand des Gemeinwesens geraten. Denn obzwar gedachte Beiwörter nur dem Verstorbenen beigelegt werden, so dienen sie doch den Lebenden zu einer beständigen Erinnerung, sich der Tugend zu befleißigen. Aus den Geschichten der Potuaner sieht man, dass seit 400 Jahren nicht mehr als zwei Fürsten gewesen, denen das Wort »mäßig« beigelegt worden. Die andern alle haben hingegen entweder die Beiwörter »löblich« oder »nicht unlöblich« erhalten, wie ihre Grabschriften ausweisen, die noch unversehrt und unverstümmelt zu sehen sind. Das Wort »mäßig«, das auf potuanisch Ripfac-si heißt, wenn es einem Fürsten beigelegt wird, verursacht bei der fürstlichen Familie eine dermaßen große Betrübnis, dass sein Nachfolger sowohl wie alle seine nahen Verwandten 6 Monate lang in tiefer Trauer bleiben. Es sind auch die nachfolgenden Fürsten keineswegs auf die Richter, die ein so verhasstes Urteil gefällt, ungehalten, sondern sie lassen es sich vielmehr zu einem beständigen Vorwurf oder Anreizung dienen, die Regierung löblich zu führen und suchen durch Tugend, Klugheit, Gerechtigkeit und Billigkeit, den Schandfleck, der dem fürstlichen Haus zugezogen, wieder auszulöschen. Die Ursache aber, warum dem einen von gedachten beiden Fürsten das Wort »mäßig« beigelegt worden war, ist diese: Die Potuaner sind zwar im Kriegswesen ungemein erfahren, sie erklären jedoch niemandem den Krieg, sondern wenn sie angegriffen werden, wehren sie sich nur mannhaft und tapfer. Daher es denn geschieht, dass sie nur ersucht werden, kriegende Parteien wieder miteinander zu versöhnen. Ja es haben sich verschiedene Völker dieses Erdbodens dieser so gerechten und friedfertigen Regierung der Potuaner freiwillig unterworfen. Prinz Mikleta hingegen dachte nur darauf, wie er die Grenzen seines Fürstentums erweitern möchte: Er griff daher die benachbarten Völker mit Krieg an und brachte sie in kurzem unter seine Gewalt. So viel aber das potuanische Reich durch die überwundenen Völker erweitert worden war, ebenso viel büßte es an Hochachtung und Liebe bei andern benachbarten Völkern ein, da diese in Furcht und Missgunst verwandelt wurde. Ja die große Meinung von der Gerechtigkeit und Billigkeit der Potuaner, wodurch sie sich so berühmt gemacht und in gutem Wohlstand erhalten, fing von der Zeit an zu fallen und zu wanken. Es legten daher die Potuaner dem verstorbenen Fürsten Mikleta gedachtes Wort »löblich« bei, um die einmal von ihnen gefasste Meinung bei den Nachbarn wiederherzustellen. Was hingegen der andere Fürst versehen, dem man eben dieses Kennzeichen beigelegt, ist nicht bekannt. Die öffentlichen Lehrer sind diejenigen, die das dritte Alter erreicht haben. Damit dies deutlicher werde, ist zu merken, dass das Leben der Bäume in drei Klassen abgeteilt wird. Im ersten Alter werden die Bäume in allgemeinen Angelegenheiten unterrichtet, im zweiten Alter üben sie das öffentlich aus, was sie gelehrt worden sind; im dritten Alter aber werden sie mit allen Ehren aus ihren Ämtern entlassen und zu öffentlichen Lehrern bestellt. Es darf also niemand öffentlich lehren, wenn er nicht vorher in öffentlichen Ämtern alt geworden. Man glaubt hier, dass niemand geeignet sei, andere zu lehren, der nicht durch die tägliche Übung eine vollkommene Wissenschaft erlangt habe. Wenn ein übelberüchtigter Baum etwas Löbliches und dem Gemeinwesen Nützliches geraten, so wird sein Name verschwiegen, damit nicht ein guter Rat wegen seines verhassten Urhebers etwa verworfen werden möge, und man publiziert ihn unter eines anderen und ansehnlicheren Mannes Namen: Also bleibt der Rat gut, und der verhasste Ratgeber wird mit einem andern verwechselt. Was die Religion betrifft, habe ich gefunden, dass es verboten ist, von fundamentellen Glaubensartikeln, insbesondere aber vom Wesen Gottes und seinen Eigenschaften zu disputieren. Hingegen steht es einem jeden frei, von andern Dingen zu urteilen und besondere Meinungen vorzutragen, dass sie erörtert werden möchten. Denn die Potuaner sagen, die üblen Folgen, die aus dergleichen Zänkereien entstünden, wären mit dem Sturmwind zu vergleichen, der die Dächer und Bäume niederrisse, aber doch zugleich die Luft reinige und verhindere, dass sie nicht wegen allzu großer Stille angesteckt würde. Als Ursache dafür, dass sie so wenige Festtage haben, geben sie an, das Geschlecht der Bäume solle nicht durch Müßiggang faul und träge gemacht werden. Denn die Potuaner glauben, der Gottesdienst bestehe ebenso wohl in nützlicher Arbeit wie in Beten und etwa mancherlei Gelübden. Die Dichtkunst wird nur ganz nachlässig behandelt, obgleich dieses Fürstentum nicht ganz und gar ohne Poeten ist. Allein die unterirdische Poesie unterscheidet sich nur durch die erhabene Schreibart von einer gebundenen Rede. Ja man verlacht hier dasjenige als etwas Kindisches, was ich von den Füßen und Reimen unserer Verse erzählte. Unter den öffentlichen Lehrern in Potu gibt es auch Professoren des guten Geschmacks. Ihr Amt besteht darin, dass sie darauf Acht geben, dass die Gemüter der jungen Leute nicht mit nichtswürdigen Dingen angefüllt und aufgehalten werden, dass nicht allzu niederträchtige und geringe Schriften ans Licht treten, deren Lesung den Geschmack verdirbt, und dass sie aus den Büchern, die gedruckt werden sollen, dasjenige ausstreichen, was gegen die gesunde Vernunft streitet. Und bloß dieserwegen sind die Bücherzensuren angeordnet; und hierin ist es ganz anders als bei uns, wo vielmals die besten Bücher bloß deswegen unterdrückt werden, weil sie etwa von einer gewissen herrschenden Meinung oder einer etwa allgemein gewordenen Art zu reden ein wenig abweichen oder weil sie die Laster der Sterblichen etwa zu scharf und aufrichtig durchziehen. Hierdurch geschieht es, dass die Studien unterdrückt und die besten Bücher im Verborgenen stecken bleiben müssen. Weil aber die Potuaner mit andern benachbarten Völkern freien Handel treiben, so geschieht es doch zuweilen, dass unter andern Waren auch schlechte und nichtswürdige Bücher sich einschleichen. Daher denn auch Bücherzensoren eingesetzt worden sind, die die Buchläden des Öfteren visitieren müssen. Diese werden Syla-Macati genannt, und das heißt Bibliothekenreiniger. Denn gleichwie es bei uns auf unserer Erde eine gewisse Art von Leuten gibt, die jährlich die Öfen und Schornsteine fegen, also sondern diese Bücherzensoren die unnützen Scharteken auch von den übrigen guten Schriften sorgfältig aus und werfen dasjenige, wodurch der gute Geschmack verderbt werden kann, in das heimliche Gemach. Hierüber hatte ich bei mir selber diese Gedanken: Ei! Wenn es bei uns auch so hergehen solle, was würde nicht für eine Menge Bücher gleiches Schicksal betreffen. Den größten Ruhm aber verdienen wohl diejenigen, die die Gemütsart der jungen Leute aufs Sorgfältigste untersuchen, zu was für einer Lebensart sich ein jeder etwa am besten eignen möchte. Denn gleichwie Musikverständige die geringste Verstimmung der Saiten alsbald in ihren Ohren empfinden, also nehmen diese Richter und Beurteiler der Tugenden und Laster oft aus Kleinigkeiten große Dinge ab, zum Beispiel aus dem Anschauen der Augen, aus dem Nachlassen und Zusammenziehen der Augenbrauen, aus der Traurigkeit, aus der Freude, aus dem Lachen, aus der Rede, aus dem Schweigen und anderen Dingen schließen sie ganz leicht, wozu ein jeder geneigt sei und wofür er einen natürlichen Abscheu habe. Doch dass ich auch wieder auf mich selbst komme, so muss ich so viel melden, dass ich meine Zeit bei diesen wunderlichen Bäumen meistens missvergnügt zugebracht habe, weil ich ihnen wegen meines fähigen Verstands beständig zu Spott und Gelächter dienen musste. Es verdrossen mich auch die schimpflichen Beinamen nicht wenig, die sie mir beilegten, denn sie nannten mich alle nur Scabba oder den Frühklugen. Am meisten aber schmerzte mich, dass sich auch meine Wäscherin nicht scheute, mich mit diesem verhassten Namen zu belegen, da sie doch aus dem geringsten Pöbel und eine armselige Linde war, die ich nicht 3 Heller wert geschätzt hätte.